Wie digital ist Work and Travel mittlerweile?

Wie digital ist Work and Travel mittlerweile

Mir ist aufgefallen, dass Work and Travel mit den Jahren ziemlich digital geworden ist. Und da bei denkst.net eine Blogparade über Digitalisierung und Medienkompetenz stattfindet, möchte ich mir in diesem Zusammenhang Gedanken darüber machen, wie digital Work and Travel mittlerweile ist und wie wichtig die digitalen Medien für die Reisenden unterwegs sind.

Damals, als ich Work and Travel gemacht habe…

Als ich Work and Travel gemacht habe, gab es noch keine Smartphones. – Ich weiß, es ist schwer vorstellbar, wie ich das überhaupt überlebt habe.

Meinen Flug nach Neuseeland habe ich damals in einem Reisebüro gebucht. – Voll oldschool, ich weiß.

Bei meiner Fahrradtour durch Neuseeland hatte ich zur Orientierung nur einen dünnen Straßenatlas dabei. – Kaum zu glauben, dass ich ohne GPS oder Outdoorapp nicht für immer verschollen bin.

Um E-Mails zu schreiben und (oho) um tatsächlich mal einen Flug online zu buchen, bin ich in ein Internetcafé gegangen. – Ein Internetcafé? Was ist das denn?

Heute ist Work and Travel digitaler

Das fängt schon beim Smartphone an, das fast jeder mit auf Reisen nimmt. Mit dem smarten Telefon macht man Fotos, schreibt E-Mails, chattet mit den Liebsten zu Hause, bucht Flüge, Touren und die nächste Unterkunft, bewertet Restaurants und Ausflugsziele. Man lässt sich vom Smartphone wecken und an wichtige Termine erinnern, wie etwa den Rückflug. Mit verschiedenen Apps teilt man in Echtzeit die Reiseerlebnisse als Fotos, Videos oder Storys, lässt sich von den Applikationen durch Städte oder auch die Wildnis navigieren. Selbst zum Bezahlen an der Supermarktkasse kann das Smartphone eingesetzt werden. Und man kann einen WLAN-Hotspot damit herzaubern, damit auch der Laptop und das Tablet auf Reisen ins Internet können.

Ach ja und zum Telefonieren kann man es auch benutzen, aber das ist ja nichts Neues…

Wie digital muss ich als Work and Traveller sein?

Ein bisschen digitale Medienkompetenz solltest du durchaus mitbringen, wenn du unterwegs bist. Früher gab es viele gedruckte, kostenlose Backpackermagazine, in denen du Jobangebote, Infos rund um Work and Travel und Reisetipps bekommen hast. Das gibt es nicht mehr, zumindest nicht in gedruckter Form. Die Magazine existieren heute ausschließlich online. Auch offizielle Tourismusbüros haben in der Regel eine umfangreiche Onlinepräsenz, auf der du fast alle Infos erhältst und oft auch Buchungen vornehmen kannst. Angebote für freiwilliges Helfen, wie Wwoof funktionieren mittlerweile ebenfalls ausschließlich online. Ein Smartphone mit Internetzugang ist auf Reisen also nicht verkehrt.

Brauche ich einen Laptop auf einer Work and Travel-Reise?

Ob du ein Notebook bei Work and Travel brauchst oder nicht, hängt natürlich von dir ab. Wenn du ortsunabhängig arbeiten möchtest, wie etwa ein digitaler Nomade, dann brauchst du natürlich einen Laptop.

Als Digitaler Nomade Work and Travel machen

Wenn es unterwegs nur darum geht E-Mails zu schreiben, zu chatten, dich im Internet zu informieren, Touren und Unterkünfte zu buchen und online Jobs zu finden, brauchst du nicht wirklich einen Laptop. Der nimmt nur Platz im Gepäck weg und sorgt für zusätzliches Gewicht. Die oben genannten Sachen kannst du mit dem Smartphone oder an einem öffentlichen Computer erledigen. In Hostels gibt es oft Computer mit Internetzugang. Sonst in Büchereien und Internetcafés – ja, die gibt es noch, auch wenn sie nicht mehr so verbreitet sind wie früher…

Um deine Digitalkamera oder dein Smartphone aufgrund der Knipsfreudigkeit und tausender von Fotos vor dem Speicherkollaps zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die auch ohne Laptop funktionieren. Zum Beispiel kannst du deine Fotos auf einer Cloud speichern oder du nimmst mehrere Speicherkarten mit, die nehmen nicht viel Platz im Gepäck weg. Einen Laptop brauchst du dazu nicht.

Muss ich als Work and Traveller alles mit dem Smartphone bzw. digital erledigen?

Nein, natürlich nicht. Eine Landkarte, ein Stadtplan aus Papier oder ein gedruckter Reiseführer sind eine tolle Sache, ihnen geht wenigstens der Akku nicht leer. Hostels kannst du auch anrufen, um eine Übernachtung zu buchen oder du gehst direkt persönlich vorbei. Jobs findest du bei Work and Travel zwar immer häufiger über Websites oder Apps, trotzdem ist vor allem auch das persönliche Nachfragen wichtig, um Jobs zu bekommen. Obwohl Tourismusbüros stark online präsent sind, gibt es natürlich auch noch die klassischen Touristeninformationen, in denen du Fragen stellen, dich beraten lassen und Flyer mitnehmen kannst.

Wie viele digitale Medien soll ich mit auf eine Work and Travel-Reise nehmen?

Zusammenfassend würde ich sagen, dass digitales Know-how durchaus hilfreich auf einer Work and Travel-Reise ist, weil eben viel digital und online funktioniert. Trotzdem kannst du auch problemlos Work and Travel machen, wenn du nicht voll up to date bist, was digitale Medien betrifft. Wir sind noch nicht soweit, dass alles ausschließlich digital funktioniert. Es gibt immer noch die herkömmlichen Alternativen und Menschen, mit denen du persönlich sprechen kannst, falls du Fragen oder Probleme auf Reisen hast. Als Faustregel kann man sagen, dass du unterwegs nicht mehr digitale Medien brauchen wirst, als zu Hause. Eher weniger, denn du bist ja unterwegs, um die Welt zu entdecken und Menschen zu treffen, nicht um dich hinter einem Bildschirm zu verstecken.

Wenn du dienen Rucksack packst, solltest du dir also überlegen, was du in etwa vorhast. Möchtest du als digitaler Nomade arbeiten? Willst du viel in der Wildnis unterwegs sein und deshalb mit möglichst leichtem Gepäck reisen? Möchtest du super professionelle Bilder fotografieren oder reicht die Qualität des Smartphones? Wenn du dir darüber im Klaren bist, wirst du auch schnell eine Auswahl treffen können, was für digitale Medien du wirklich einpacken musst. Und am Ende ist es dann vielleicht sogar nur dein Smartphone.

Was ist mit dir, wie wichtig sind digitale Medien für dich? Und hast du auch schon Erfahrungen mit digitalen Medien auf Reisen gemacht?

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