Krank im Urlaub – Krankenrücktransport aus dem Ausland selbst organisieren

Krankenrücktransport aus dem Ausland selbst organisieren
Krankenrücktransport aus dem Ausland

Gastbeitrag von Sammy

Der Urlaub steht an: Der Koffer wird gepackt, letzte Einkäufe werden getätigt und die Vorfreude auf entspannte Wochen ist riesengroß. Mit dem Begriff „Urlaub“ verbindet man in der Regel Positives und dabei vergisst man mal schnell, dass man selbst oder auch ein Freund oder Familienangehöriger während der Urlaubszeit schwer erkranken oder einen Unfall haben könnte. Sind dann noch die medizinischen Standards in den ausländischen Krankenhäusern so schlecht, dass eine Behandlung im Heimatland notwendig ist, muss schnell eine Möglichkeit gefunden werden, um nach Hause zurückzufliegen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um einen ärztlich begleiteten Krankenrücktransport zu organisieren:

1. Über die Versicherung (sofern eine Versicherung abgeschlossen wurde)

2. Über einen privaten Rückholdienst

Krankenrücktransport: Was übernimmt die Versicherung?

Viele Menschen wenden sich in solchen dringenden Situationen an ihre Versicherung. Je nachdem, welchen Versicherungsschutz man in Anspruch genommen hat, übernimmt die Versicherung entweder einen Teil der Rückholungskosten oder alle Kosten, die für einen Rücktransport aus dem Ausland anfallen. Voraussetzung für die Übernahme der gesamten Kosten ist die „medizinisch notwendige“ oder in einigen Fällen auch die „medizinisch sinnvolle“ Rückholung, was von den jeweiligen Versicherungsanbietern individuell beurteilt wird. Und hier liegt das Problem: Die Vorstellungen vieler Versicherungen über die Notwendigkeit der Rückholung decken sich oft nicht mit denen der betroffenen Personen, wodurch die komplette Übernahme der Kosten seitens der Versicherungen oftmals nicht erfolgt. In der Regel nimmt die Entscheidungsfindung über einen Krankenrücktransport bei den Versicherungen sehr viel Zeit in Anspruch – bei Notfällen muss allerdings schnell gehandelt und eine kurzfristige Lösung gefunden werden.

Krankenrücktransport ohne Versicherung

In solchen Fällen – oder wenn man im Vorfeld keine Versicherung abgeschlossen hat – kann man einen Krankenrücktransport auch selbst organisieren, und zwar mithilfe eines privaten Rückholdienstes wie beispielsweise der Ambulanzflug-Zentrale, eines weltweit agierenden Ambulanzflugunternehmens.

Doch wie genau funktioniert die Organisation eines Krankenrücktransports aus dem Ausland?

Kontaktaufnahme:

Du kontaktierst einen Rückholdienst deiner Wahl, schilderst ihm deine Situation und gibst ihm einige relevante Informationen an die Hand, um einen Richtpreis für den Krankenrücktransport zu erhalten. Einige Rückholdienste bieten auf ihrer Webseite kostenlose Rufnummern oder sogar einen direkten und persönlichen Kontakt mittels Chat an. Du kannst also von vornherein selbst entscheiden, wie du mit dem Rückholdienst in Kontakt treten möchtest.

Vorbereitung:

Wenn alles passt und du das Angebot bestätigst, bereitet der Rückholdienst den Krankentransport aus dem Ausland vor. Solltest du auch einen Transport im Kranken- oder Rettungswagen benötigen, um beispielsweise von der Klinik zum Flughafen zu gelangen, kann diese Zusatzleistung bei den meisten Rückholdiensten dazu gebucht werden. Sobald der Rückholdienst alle Vorbereitungen für den Ambulanzflug abgeschlossen hat, erhältst du einen Flugplan, in dem du die wichtigsten Informationen des Krankenrücktransports nachlesen kannst.

Ablauf:

Hast du einen Bodentransport zum Flughafen beauftragt, wird das Rückhol-Team dich oder deinen Angehörigem am Aufenthaltsort in einem Kranken- oder Rettungswagen zum Flughafen bringen, wo das Ambulanzflugzeug meistens bereits auf dem Rollfeld auf euch wartet. Das Ambulanzflugzeug startet sofort los – ein Arzt und ein Rettungsassistent begleiten euch während des gesamten Fluges und sorgen für euer Wohlergehen. Die unmittelbare Nähe der medizinischen Crew hat den Vorteil, dass sie bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes sofort eingreifen können.

Am Zielflughafen angekommen, wartet ein weiterer Kranken- oder Rettungswagen auf euch, der euch unverzüglich in die Klinik bringt.

Es ist immer von Vorteil schon im Vorfeld zu wissen, wie man in solchen Situationen reagieren sollte – wie ihr seht, klappt ein Krankenrücktransport auch ohne die Hilfe eines Versicherungsanbieters. Die zweite in diesem Blog beschriebene Möglichkeit solltet ihr unbedingt in Erwägung ziehen, falls die Versicherung nicht die vollen Kosten übernimmt oder für die Entscheidung eines Krankenrücktransports zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit vendana.de.

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