Wieder in Deutschland – Wieder zu Hause

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Baum im Schnee - Wieder in Deutschland

Vielleicht hat es der ein oder andere schon mitbekommen – ich bin nicht mehr in Spanien. Seit etwas über zwei Monaten bin ich wieder in der Heimat in Deutschland. Nach 10 Jahren in Spanien hatte ich einfach Lust wieder nach Hause zu gehen. Heimweh, wenn man es so sagen mag. Jetzt bin ich also wieder in Deutschland, wieder zu Hause. Wie es mir dabei geht und was aus meinem Blog Work and Travel werden soll, erfährst du jetzt in diesem sehr persönlichen Post.

Wieder in Deutschland

Als ich Mitte Januar mit einem One-Way-Ticket in Deutschland angekommen bin, war eigentlich alles gut. Ich war voller Energie und Lust mein neues Leben in Deutschland zu beginnen. Zunächst war es auch ganz toll. Es fühlte sich alles so gut an, ich war überzeugt die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Zudem zeigte sich Deutschland von seiner schönsten Seite und glich einem traumhaften Winterwonderland. Schöner konnte der Start überhaupt nicht sein, wo ich doch so ein Winterfan bin.

Weg im Winterwonderland

Ich fand auch relativ schnell einen Job, innerhalb von drei Wochen, und ich war super happy damit, weil er ziemlich genau meinen Vorstellungen entsprach. Besser hätte es nicht laufen können.

Ich hatte das Gefühl überhaupt keine Probleme mit der Eingewöhnung zu haben. Ich fühlte mich absolut zu Hause und vermisste Spanien kein bisschen.

Aber jetzt? Jetzt setzt die Realität ein. Nach zweieinhalb Monaten in Deutschland und mehreren Wochen bei der Arbeit bin ich in einen gewissen Alltagstrott gekommen. Hinzu kommt der Frust keine Wohnung zu finden, was zur Folge hat, dass mein Mann mit unseren Katzen noch in Spanien festsitzt.

Die Euphorie zu Beginn der ganzen Rückwanderaktion schlägt nach und nach in Zweifel um, fast schon Verzweiflung. War es die richtige Entscheidung? Bin ich wirklich glücklich hier in Deutschland? Gefällt mir mein Job überhaupt? Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt einfach wieder nach Spanien abzuhauen… Denn plötzlich vermisse ich es sehr. Wenn mein Mann mir Fotos aus Madrid schickt, bekomme ich Heimweh. Heimweh nach Madrid.

Alles hinschmeißen und zurück nach Spanien?

Spanien ist aber keine Option, mein Job dort ist gekündigt, unsere Möbel sind alle verkauft, die Kisten sind gepackt und nicht nur das, unsere Wohnung wurde verkauft, besser gesagt das gesamte Gebäude. Es soll komplett saniert werden und dazu müssen alle Mieter raus. Es gibt also kein Zurück mehr. Es geht nur noch vorwärts. Der Plan Deutschland muss durchgezogen werden, egal wie schwierig es wird, egal wie viele Steine uns in den Weg gelegt werden und egal wie viele Vermieter im Raum Stuttgart keine Katzen mögen, unbedingt meinen Mann bei der Wohnungsbesichtigung dabeihaben wollen, obwohl der in Spanien ist oder nur Leute in ihren Wohnungen haben möchten, die seit mehreren Jahren am besten bei Daimler oder Porsche arbeiten. Wehe denen, die eben erst einen neuen Job in einer kleinen Firma angenommen haben, weil sie zum Beispiel gerade aus einem anderen Land nach Deutschland gezogen sind.

Nach meiner Rückkehr aus Neuseeland musste ich mich übrigens auch wieder in Deutschland einleben, damals war es aber ganz anders, viel einfacher, wie ich im Nachhinein finde. Darüber habe ich auch schon hier im Blog geschrieben. Es ist eben nie gleich, keine Reise ist wie die andere, kein Auslandsaufenthalt gleicht dem anderen und jede Rückkehr nach Hause ist anders.

Jetzt, in dieser kritischen Phase der Rückkehr ist mein neues Hobby nach motivierenden Sprüchen auf Instagram zu suchen. Mein Lieblingshashtag ist #motivationalquotes. Ich habe sogar schon angefangen selber welche zu posten, mir meinen Alltag schönzureden und irgendwelche Fotos, die ich morgens an der Bushaltestelle vor der Haustür aufgenommen habe, mit motivierenden Botschaften zu versehen.

Was wird jetzt aus Work and Travel?

Work and Travel in dem Sinne mache ich natürlich nicht mehr. Habe ich ja eigentlich auch schon in Spanien nicht wirklich gemacht. Wenigstens war ich dort aber im Ausland, habe im Ausland gejobbt und bin hin und wieder gereist. Jetzt bin ich ganz langweilig in Deutschland.

Trotzdem, den Blog wird es weiterhin geben. Ich möchte hier trotzdem noch über Work and Travel und Reisen im Allgemeinen schreiben. Ich werde von meinen eigenen Work and Travel-Erfahrungen erzählen, die zwar schon eine Weile zurückliegen, aber trotzdem hilfreich sind. Außerdem werde ich immer mal wieder frische Erfahrungen und Tipps von Work and Travellern posten, wie z.B. in Form von Interviews, so wie mit Marieke.

Und dann gibt es ja noch andere Arten von Work and Travel. Das Work and Travel für Oldies sozusagen. In Form von Geschäftsreisen oder ortsunabhängigem Arbeiten. Vielleicht werde ich in Zukunft auch mehr darüber schreiben. Es wird auf jeden Fall weitergehen. In dieser stressigen Zeit im Moment vielleicht nicht ganz so regelmäßig wie gewohnt, aber es geht weiter…

So sieht es gerade bei mir aus. Das Ende der Geschichte ist bis jetzt noch offen. Ich hoffe, es wird ein Happy End geben. Bis dahin bin ich für motivierende Worte dankbar.

Motivation von Pablo Neruda

Zum Thema motivierende Worte ist mir neulich auch wieder ein Teil eines ganz schönen Gedichts des chilenischen Dichters Pablo Neruda eingefallen:

Queda prohibido no sonreir a los problemas, no luchar por lo que quieres, abandonarlo todo por miedo, no convertir en realidad tus sueños. - Pablo Neruda -

Es ist verboten

nicht über Probleme zu lächeln,

nicht für das zu kämpfen, was du willst,

aus Angst alles aufzugeben,

deine Träume nicht zu verwirklichen.

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