Vom Heimkommen und so

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Vom Heimkommen

Wer in letzter Zeit meinen Blog gelesen hat weiß ja, dass ich gerade zurück in die Heimat ziehe und das alles nicht ganz so einfach ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Darum komme ich in letzter Zeit auch nicht so oft zum Bloggen. Jedenfalls habe ich bei Anwolf eine Blogparade mit dem Thema „Heimatorte“ gesehen und irgendwie fand ich, dass ich dazu was schreiben könnte. Etwas über das Heimkommen und Heimat eben.

Heimkommen nach einem Auslandsaufenthalt

Wenn man eine lange Reise wie Work and Travel gemacht hat oder eben lange im Ausland gelebt hat, ist das Heimkommen eine kleine Herausforderung, finde ich. Vor einiger Zeit habe ich bereits darüber geschrieben, wie es für mich war nach meiner einjährigen Neuseelandreise wieder zu Hause anzukommen. Ich hatte sogar ein paar Tipps aufgeschrieben, wie man sich zu Hause am besten wieder einleben und den Post-Travel-Blues überwinden kann.

Wenn ich mir diese Tipps jetzt so ansehe, finde ich sie immer noch toll, nur leider kann ich sie in meiner aktuellen Situation nicht anwenden, weil ich keine Zeit dafür habe. Mein Umzug von Spanien nach Deutschland und alles was dazugehört, wie die neue Arbeit etc., nimmt so viel Zeit in Anspruch und zieht sich über so viele Monate hin, dass ich in meiner Freizeit fast nichts auf die Reihe kriege. Ich habe nicht mal Lust oder Energie zu schreiben, obwohl ich das eigentlich so gerne mache. Den einzigen Tipp von damals, den ich praktiziere, ist es mir immer wieder vorzusagen: „Keine Panik.“ 😉 Allerdings nicht, weil ich so traurig bin, dass meine lange Reise vorbei ist, sondern einfach generell.

Keine Panik

Aber wie ist das jetzt eigentlich? Nach 10 Jahren in Spanien bin ich wieder zu Hause, in der alten Heimat, da wo ich aufgewachsen bin. Eigentlich wollte ich lieber in die große Stadt nach Stuttgart, schließlich haben wir in Madrid immer mitten im Zentrum gewohnt, da wo das Leben tobt, wo viele Menschen auf der Straße sind, Tag und Nacht. Dieses Ambiente wollte ich im Kleinformat in Deutschland haben, aber es war unmöglich in Stuttgart eine Wohnung zu finden.

Wieder in der Heimat

Jetzt bin ich wieder in dem Dorf gelandet, in dem ich aufgewachsen bin. Hier kennt man sich, hier bekommt man Wohnungen über Beziehungen – anders scheint es in der Gegend nicht möglich zu sein. Ich bin froh, denn die Wohnungssuche war frustrierend und oft sehr enttäuschend. Jetzt bin ich also wirklich wieder in der Heimat, da wo mich alle kennen, da wo die Leute meinen Namen über die Straße rufen wenn sie mich sehen, um ein Gespräch mit mir anzufangen, weil sie mich ja so lange nicht gesehen haben. Erstaunlicherweise wissen viele dann schon alles was ich ihnen erzähle – die Neuigkeiten machen eben schnell die Runde hier im Ort…

Auf der einen Seite freue ich mich total darüber hier zu sein, in Erinnerungen zu schwelgen, wenn ich durch den Ort laufe, freue mich die ganzen Menschen von früher zu treffen, die sich an mich erinnern, freue mich zu Hause zu sein. Auf der anderen Seite habe ich eine Art Post-Travel-Blues, denn ich vermisse meine andere Heimat Madrid. Dieser Ort war schließlich für 10 lange Jahre meine Wahlheimat und ich habe mich dort zu Hause gefühlt. Wenn ich Bilder von Madrid sehe oder mein Mann, der noch in Madrid ist, mir erzählt, was er alles unternommen hat, bekomme ich großes Heimweh nach Madrid.

Zu Hause an zwei Orten

Ich fühle mich etwas hin- und hergerissen zwischen zwei Orten, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und die ich zu Hause nenne. Wenn ich zwischen Spanien und Deutschland hin- und hergereist bin, bin ich immer nach Hause geflogen. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

Nächstes Wochenende fliege ich übrigens wieder nach Hause, nach Madrid. Es wird ein absoluter Kurztrip und es geht nur darum unsere Wohnung zu übergeben und gemeinsam mit meinem Mann sowie unseren Katzen nach Deutschland zu fliegen. Es heißt also Abschied nehmen von unserem Heim und von Madrid. Möglicherweise wird das eine kurze Reise voller Emotionen – ich weiß es nicht. Madrid wird es dann in Zukunft nur noch als Urlaubsziel geben – wahrscheinlich.

Ich bin mir aber sicher, dass ich mich immer irgendwie dort zu Hause fühlen werde, auch wenn ich nur zu Besuch dort hinreisen werde. Schließlich ist man da zu Hause, wo man sich wohlfühlt, wo man Erinnerungen gesammelt hat, wo die Leute einen kennen und wo man mal sein Herz verloren hat

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8 Kommentare

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