Erfahrungsbericht: Ein Jahr Work and Travel in Neuseeland

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Erfahrungsbericht Work and Travel Neuseeland: Ein Jahr Working Holiday in NeuseelandMein epischer und unterhaltsamer Erfahrungsbericht Work and Travel Neuseeland gibt dir viele Eindrücke und Anregungen für deine Work and Travel-Reise durch Neuseeland.

Als ich mit dem Working Holiday Visum durch Neuseeland reiste, setzte ich mich ohne große Vorbereitungen nach meiner Ankunft in Auckland mit den Gegebenheiten vor Ort auseinander und schlitterte von einem Job in den nächsten.

Wie alles genau ablief und was ich in Neuseeland alles erlebt habe, kannst du in dem folgenden Erfahrungsbericht über Work and Travel in Neuseeland lesen und gleichzeitig ein paar Ideen sammeln sowie dich für deine Jobsuche in Neuseeland inspirieren lassen.

Tipp: Schau dir auch meine Packliste für ein Jahr Work and Travel und Backpacking an.

Erfahrungsbericht: Ein Jahr Work and Travel in Neuseeland mit dem Working Holiday Visum

Der Bericht wurde 2005 in dem Buch „Schatzinsel Neuseeland“ vom traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag zum ersten Mal veröffentlicht.

Kapitel 1: Der Job-Hunting-Marathon

Am besten finde ich die Reisen, bei denen man keinen Plan hat, weil sie so furchtbar spontan sind und am Ende wirklich erstaunliche Dinge dabei herauskommen. Und so war es auch bei meinem Ausflug auf die andere Seite der Welt.

Auckland, Neuseeland

Ich kam eines heißen Sommertages im Januar in Auckland, Neuseeland an und hatte keine Ahnung, was ich eigentlich dort wollte. Gut, eines war klar: Ich wollte ein Jahr bleiben. Und noch etwas war klar – dass ich auf keinen Fall genug Geld besaß, um mir das zu ermöglichen. Da gab es nur einen Weg das zu ändern, früher oder später musste ich arbeiten. Wie ich das allerdings anstellen wollte, wusste ich noch nicht, schließlich hatte ich ja keinen Plan.

Etwas unbeholfen und extrem uninformiert machte ich mich auf den Weg in die Queen St. Das ist die Haupteinkaufsstraße in Auckland, die sich mitten durch die Stadt bis an den Hafen zieht. Dort wollte ich einfach nur ein wenig durch die Straße schlendern, meinen Jet Lag bezwingen und mich etwas orientieren. Im unteren Bereich der Straße streifte mein Blick ein Schild mit der Aufschrift „Travellers Point“. Ich blieb stehen und las genauer. Jobs, Visa, Reisen, einfach alles, was das Herz eines Travellers so bewegt. Ich ging hinein und fragte einfach einmal ganz naiv nach: „Was muss ich denn machen, um hier einen Job zu finden?“

Ich erhielt einen etwas überraschten „wie-kann-man-nur-so-uninformiert-sein“-Blick von der Dame hinter der Theke.

„Ehm, hast du denn schon eine IRD-Number?“

Nein, natürlich hatte ich so etwas nicht – ich hatte ja schließlich keine Ahnung von allem. Sie reichte mir ein Formular und versicherte mir, dass ich diese Nummer, die für die Steuerbehörde war, unbedingt beantragen müsse. Außerdem war ein Konto in Neuseeland zwingend, um einen Job zu bekommen.

Nette Menschen in der Auckland Domain, Neuseeland

Alles klar, dann war ich nun wenigstens informiert. Als der Jet Lag langsam abgeklungen war, quälte ich mich durch das Antragsformular und eröffnete ein Konto bei einer Bank. Nachdem ich das erledigt hatte, ließ mein Ehrgeiz aber auch schon wieder nach. Ich wartete lediglich darauf, dass man mir meine IRD-Nummer zuschickte, mehr tat ich nicht. Das man beim Nichtstun so viele nette Leute kennenlernen konnte, war mir bis dahin noch nicht klar gewesen. Auf jeden Fall wurde aus dem Nichtstun schnell ein umfassendes Spaßprogramm mit vielen interessanten Menschen aus aller Welt. Das hatte zur Folge , dass ich auch dann in Auckland in dem Brown Kiwi Backpackers blieb, als ich meine Nummer endlich erhalten hatte.

Kapitel 2: Der erste Job

Eigentlich hatte ich gar keine Ambitionen, zu diesem Zeitpunkt bereits einen Job zu finden. Ich war nur froh, dass ich endlich alles soweit geregelt hatte, um im Ernstfall nur noch zuschlagen zu müssen. Doch da einem als Traveller ins Gesicht geschrieben steht, dass man eigentlich unter konstantem Geldmangel leidet, ich in dem Brown Kiwi bereits ein Stammgast war und mich alle gut kannten, fragte mich eines Tages der Manager Peter, ob ich mir nicht ein paar Dollar dazuverdienen wolle. Sie bräuchten nämlich dringend einen Housekeeper. Housekeeper – das hörte sich ja furchtbar spektakulär an. In der Realität war es dann eigentlich eher eine Putzkraft. Aber egal, was konnten 10 Kiwi-Dollar in der Stunde schon schaden und das Putzen dauerte auch nur vier Stunden. Ich hatte also noch genug Zeit, um den restlichen Tag mit spannenderen Dingen zu verbringen.

Ich ließ mir also zeigen, was zu tun war: Betten ab- und wieder neu beziehen, Staub saugen, Badezimmer sauber machen, Küche machen, aufräumen, mich von anderen Leuten mit Mittagessen verwöhnen lassen, laute Musik hören, schnell die Nachrichten im Fernsehen ansehen und unterhaltsame Talkshows im Hintergrund laufen lassen. Und am Ende holte ich mir jedes Mal mit einem breiten Grinsen meine $40 ab. Mein erster Job in Neuseeland!

Besonders lang arbeitete ich dort allerdings nicht, nach cirka drei Wochen kaufte ich mir ein Fahrrad und verabschiedete mich von meinen Freunden im Brown Kiwi.

Wellington, Neuseeland

Sie standen vor der Eingangstür und sahen mir winkend zu, wie ich auf meinen Drahtesel stieg und Richtung Wellington fuhr.

Zwei Wochen, ungefähr 700 km und zwei platte Reifen später war ich in Wellington. Ich wartete eine Woche lang auf Freunde aus Auckland, mit denen ich mich treffen wollte. In der Zwischenzeit ruhte ich mich gründlich aus und sah mir Neuseelands Hauptstadt an. Eine schöne kleine Stadt, am Wasser gelegen und von Bergen umgeben – wunderschön.

Auch hier war den Mitarbeitern im Hostel nicht entgangen, dass ich offensichtlich Zeit hatte und nicht so schrecklich in Eile war wie manch andere. Ob ich einen Job bräuchte, wollte Alan von mir wissen, in dem Restaurant die Straße runter suchten sie nämlich immer nach Aushilfen, vor allem an den Wochenenden. Danke für das Angebot, aber nein, ich wollte lieber auf die Südinsel. Sie sollte wunderschön sein, das hatten alle gesagt. Ich konnte es kaum noch erwarten.

Weiter zu Kapitel 3: Abenteuer Südinsel

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