Australien mit dem Postflugzeug und mehr als 1000 Worte

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Australien mit dem Postflugzeug

Heute habe ich mir ein Foto rausgesucht, über das ich ein bisschen erzählen möchte. Der Grund dafür ist Igors Blogparade „Das Bild und die 1.000 Worte“. Das Foto ist schon ein bisschen älter und hat deshalb vielleicht nicht die beste Qualität. Trotzdem möchte ich es hier zeigen, weil sich eine abenteuerliche Geschichte dahinter verbirgt, von der ich schon lange mal erzählen wollte.

Um genau zu sein, habe ich die Geschichte schon einmal kurz und zusammenfassend in dem Beitrag „Mein Reiseflop und Reisetop in Australien“ erzählt. Die Geschichte ist aber so umfangreich, dass man viel mehr Wörter bräuchte, um sie vollständig und ausführlich wiederzugeben. Selbst 1.000 Wörter sind nicht genug. Und ein Bild reicht eigentlich auch nicht. Ich habe hier im Blog noch fast nichts über meine Australienreise geschrieben, weil ich mir zeitweise überlegt habe, vielleicht ein E-Book mit der Geschichte zu schreiben und zu veröffentlichen. Das fand ich dann aber irgendwie auch blöd. Jetzt habe ich mir überlegt, dass ich einfach immer mal wieder etwas darüber hier im Blog schreibe. Je nachdem wie viel es dann wird, fasse ich am Ende alles in einem E-Book zusammen, damit Interessierte sich die Erzählung nochmal zusammenhängend durchlesen können. Mal sehen.

Drei Monate Australien

Aber worum geht es eigentlich? Das Bild hast du ja oben schon gesehen und ich schreibe hier über kreative und organisatorische Probleme, die überhaupt nichts mit dem Foto zu tun haben.

Das Foto ist auf meiner Reise durch Australien entstanden. Ich war insgesamt fast drei Monate in Down Under. Drei Monate klingen viel, aber ich kann dir gleich jetzt schon sagen, dass ich weder in Sydney war, noch in Melbourne, noch war ich in Coober Pedy oder am Ayers Rock. In Cairns war ich auch nicht und im Westen sowieso nicht.

Dafür war ich aber z.B. in Mount Isa, einer Stadt mitten im Nirgendwo im Norden von Queensland, in der hauptsächlich Bergbau betrieben wird. Ich war dort einige Tage, weil ich darauf wartete, dass mein Flugzeug abflog, das mich ins Outback bringen sollte.

In Australien mit dem Postflugzeug reisen

Bei dem Flugzeug handelte es ich um ein Postflugzeug und es flog nur einmal in der Woche. Deshalb musste ich mehrere Tage auf den Abflug warten.

Wenn man in Australien als Passagier in einem Postflugzeug mitfliegt, muss man den ganzen „Mail Run“ mitmachen, bis man an seinem Ziel angekommen ist und aussteigt. Ich musste z.B. bei meinem Hinflug viermal zwischenlanden, bis ich schließlich bei der fünften Landung ausgestiegen bin. Das Flugzeug flog danach noch weitere Ziele an und schließlich zurück nach Mount Isa. Bei jeder Zwischenlandung überreichte der Pilot den Einwohnern die Post und nahm die die ausgehende entgegen.

Die Ankunft des Postflugzeugs ist ein echtes Highlight

Das Foto, das du oben siehst, ist bei einer dieser Landungen entstanden. Das war eine Ranch im Outback, die von diesem Flugzeug die Post bekommen hat. Da die Post nur einmal in der Woche kommt und die Leute dort sonst ziemlich abgeschnitten von der Außenwelt leben, ist die Ankunft des Postflugzeugs natürlich immer ein riesiges Highlight. Aus diesem Grund sind auf dem Foto so viele Leute zu sehen. Es geht nämlich nicht nur darum die Postsäcke in Empfang zu nehmen und die ausgehende Post abzugeben, sondern auch darum ein bisschen mit dem Piloten und eventuell den Passagieren zu tratschen, falls welche an Board sind. Da werden dann Neuigkeiten aus Mount Isa weitergegeben und neugierig gefragt, wo die Passagiere hinwollen und in meinem Fall z.B. wo ich eigentlich herkomme, was ich in Australien mache, wo ich hinwill und überhaupt.

Auf dem Foto sieht man im Hintergrund, wie der uniformierte Pilot einen Postsack auf dem Boden ablegt und einen anderen Mann, der einen Sack in der Hand hat. Das kleine Kind schaut staunend zu. Das ist ja auch irgendwie eine ziemlich tolle Sache, wenn die Post mit dem Flugzeug kommt. Der junge Mann, der am Flügel des Flugzeugs lehnt und gelangweilt zusieht, war übrigens der andere Passagier des Postflugzeugs. An Board waren also der Pilot, der Mann im roten T-Shirt und ich.

Der unbekannte Nachbar und ich

Wir kannten uns vorher nicht, wir haben uns alle am Flughafen zum ersten Mal gesehen. Trotzdem war schon vor unserem Treffen klar, dass ich mit diesem jungen Herrn weiterreisen würde. Wir hatten zwar nicht das gleiche Ziel, aber es lag in der gleichen Richtung. Der junge Mann im roten T-Shirt war sozusagen einer der Nachbarn meiner Gastfamilie im Outback und die hatten organisiert, dass diese Nachbarn uns beide vom „Flughafen“ abholten. So war es dann auch. Nach vier Zwischenstopps stiegen wir aus und wurden von dem Arbeitskollegen meines Mitreisenden abgeholt. Bei diesen Nachbarn wartete bereits mein Host auf mich und nach einem gemeinsamen Mittagessen machten mein Gastgeber und ich uns auf den Weg in das 80 km entfernte Domizil meiner Gastfamilie. Im australischen Outback denkt man ganz klar in anderen Dimensionen, denn sonst würde man die Leute, die 80 km von einem entfernt wohnen, nicht Nachbarn nennen. 😉

Große Geschichte, große Pläne

So, das war jetzt ein kleiner Auszug aus der Geschichte, die in weit mehr als 1.000 Wörtern erzählt werden muss. Und weil ich kein Buch darüber schreiben möchte und auch keinen unendlich langen Blogpost, wie z.B. den meines Erfahrungsberichts über Work and Travel in Neuseeland, habe ich mir überlegt, immer mal wieder einen Teil der Geschichte zu posten.

Es wird also hier im Blog eine Fortsetzungsgeschichte dazu geben. In der Geschichte werde ich dann von Anfang bis Ende erzählen, wie ich mit dem Postflugzeug ins Outback geflogen bin, was ich dort gemacht und erlebt habe und wie ich überhaupt dazu gekommen bin.

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Und selber? Warst du auch schon mal in Australien? Und was hast du da so gemacht?

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